Praktische Tipps für Camper

Praktische Tipps für Camper

 

Tipps für Wintercamper

Warm und wohlig im weißen Schnee

  • Schön gelegene, gut ausgestattete Wintercampingplätze in den Alpen melden oft schon Wochen vor den Weihnachtsferien ausverkauft: Deshalb rechtzeitig den Stellplatz reservieren. 
  • Zwingend notwendig sind Winterreifen für das Zugfahrzeug und das Wohnmobil, auch für den Caravan empfehlenswert. Profiltiefe prüfen, mindestens 4, besser 5 mm. Zudem sollten Schneeketten mitgenommen werden.
  • Ein Schnee- und eisfreien Stellplatz wäre ideal, gibt es aber eher selten. Gut geräumt sollte er schon sein. Um bei einem eventuellen Auftauen ein Kippen des Caravans oder Wohnmobils zu vermeiden, sollten ausreichend große Bretter unter die Hubstützen gelegt werden, damit diese bei Tauwetter nicht einsinken. Handbremse lösen, sobald der Caravan mit den Hubstützen fixiert ist. Beim Wohnmobil Gang einlegen und auch die Handbremse lösen, so kann sie nicht festfrieren. Schutzhüllen, ggf. auch Plastiktüten schützen Handbremshebel und Auflaufeinrichtung beim Caravan gegen Vereisung.
  • Stromkabel so verlegen, dass sie nicht vom Schneepflug, der bei starken Schneefällen die Wege freihält, beschädigt werden können.
  • Das Vorzelt für Wintercamper ist fast schon ein »Muss«. Nicht nur, um vor Schneeverwehungen sicher zu sein, auch als Lagerplatz für Sportgeräte und natürlich zum Trocknen von Kleidung. Feuchtigkeit im Campingfahrzeug wird somit vermieden.
  • Darauf achten, dass die Be- und Entlüftungsöffnungen nicht zuschneien. Zudem Dachluke immer einen Spalt offen lassen. Das verbessert die Luftzirkulation.
  • Solange das Campingfahrzeug beheizt wird und sich alle Wasservorräte im Inneren befinden, friert nichts ein. Liegt der Abwassertank nicht isoliert oder beheizt unter dem Campingfahrzeug, Ablasshahn geöffnet lassen und das Wasser direkt in einen Eimer leiten. So kann das Abwasser auch noch als »Eisblock« gut entsorgt werden.
  • Moderne Wohnwagen und Wohnmobile sind in der Regel für den Wintereinsatz gut gerüstet. Wichtig ist eine gute Isolierung des Aufbaus,Isolierverglasung und eine ausreichend dimensionierte Heizung. Bei Wohnmobilen mit integriertem Fahrerhaus kann die Kälte durch die einfachverglasten Fenster kommen. Abhilfe schaffen hier nur schwere Trennvorhänge und Isoliermatten.
  • Gasanlage nur mit Propan/Butan Gemisch betreiben, welches auch bei Minusgraden gasförmig bleibt und genutzt werden kann. Ein Zweiflaschensystem mit Umschaltautomatik sollte im Winter zur Grundausstattung gehören, damit der Vorrat nicht unverhofft zu Ende geht. 11 kg Gas reichen etwa nur für 2-3 Tage. Die Ausstattung mit „EisEx“ ist auch sinnvoll. Durch elektrisches Beheizen des Druckreglers wird ein Einfrieren vermieden.
  • Schneit es sehr kräftig, muss das Dach von Wohnmobil, Wohnwagen und Vorzelt regelmäßig von Schnee befreit werden. Vor allem nasser Schnee kann schnell zu tonnenschwerer Last werden. Wenige Zentimeter Pulverschnee schaden allerdings nicht, sie dienen sogar zur besseren Isolierung. Nur wenn Sie wieder losfahren, muss die Schneefracht oder Eisplatten vom Dach entfernt werden, damit nachfolgende Fahrzeuge durch sie nicht gefährdet werden.
 
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