Campinggasversorgung in Europa

Hier ein Überblick, welche Anschluss-Systeme wo verbreitet sind:

Versorgung mit Flaschengas
Da es in Europa immer noch ca. 300 verschiedene Anschlusssysteme gibt, stellt sich eine einheitliche Gasversorgung im Campingbereich als sehr schwierig dar. Generell kann man die Empfehlung geben, auf Auslandsreisen die zwei im Campingfachhandel erhältlichen Europa-Sets mit zu nehmen:

Das Europa-Füll-Set: Vier Adapter zum Befüllen deutscher Campinggasflaschen im Ausland.

Das Europa–Entnahme-Set: Vier Adapter, die den Anschluss deutscher Gasregler an andere europäische Flaschen ermöglichen.
Preis je Set ca. 15,- €.

Im Notfall kann man auch im Ausland Butangasflaschen der Fa. Campinggaz bekommen. Sie sind außer im Fachhandel auch öfters in Warenhäusern oder auch im Eisenwarenhandel (z. B. in Spanien) erhältlich. Nachteil ist der vergleichsweise höhere Preis und das geringere Fassungsvermögen (max. 2800 g). Zum Anschluss dieser Flaschen an deutsche Flüssiggasanlagen in Campingfahrzeugen wird ein Sicherheitsflaschenventil benötigt (im Fachhandel erhältlich).

 

Versorgung mit Autogas
Wohnmobile mit fest eingebautem Gastank können diesen in vielen Ländern Europas an Flüssiggas-Tankstellen befüllen.

Ein Verzeichnis von Autogas-Tankstellen in Deutschland und zahlreichen Ländern Europas finden Sie unter:

www.dvfg.de

 

Allgemeine Tipps (länderunabhängig)

  • Nur mit voll gefüllten Flaschen in Urlaub fahren.Maximal mögliche
  • Kapazität an Flaschen ausnutzen.
  • Adaptersets (erhältlich im Campinghandel) zum Befüllen deutscher Gasflaschen im Ausland sowie zum Anschluss deutscher Gasregler an ausländische Flaschen mitnehmen.
  • Elektrische Heizlüfter (nur spezielle Modelle mit Keramik-Heizelement und Umfallschutz) mitführen, um Gas zu sparen. Nie unbeaufsichtigt betreiben, Unfallgefahr!
  • In der kalten Jahreszeit auf Füllung mit Propangasanteil achten (Butan vergast nicht mehr unter 0 Grad).
  • Blaue Flaschen der Fa. Campinggaz verwenden (werden weltweit vertrieben), Sicherheitsventil notwendig.
  • Bei der Benutzung von Fremdflaschen im Ausland das Gasfach prüfen, ob die Flaschen hinein passen. Ausländische Flaschen weisen nicht immer die gleiche Größe auf wie die deutschen Euroflaschen.
  • Bei Wohnmobilen ab Baujahr 2006/2007 gilt die neue EU-Heizgeräterichtlinie, die Sie beachten sollten. Für diese Wohnmobile gibt es für verschiedene Länder Hochdruckschläuche, die den Anschluß an ausländische Gasflaschen bewerkstelligen.
    Info unter: www.truma.de
  • In besondereen Fällen, wenn Sie schon im Ausland sind, Gas benötigen und keine Möglichkeit finden, können Sie sich auch über die einheitliche ADAC-Notrufnummer +4989222222 an eine Auslandsnotrufstation wenden. Die KollegInnen dort werden versuchen Ihnen weiter zu helfen. 

 

Campinggas Europa - Download
Hier können Sie sich alle Informationen als Pdf herunterladen:

Download: Campinggasversorgung in Europa

 

Baltikum

Die Befüllung handelsüblicher Flaschen ist mittels Euro-Adaptern möglich.

 

Belgien

Belgische Flaschen sind mit den deutschen identisch und können an deutsche Regler angeschlossen werden. Ein Flaschentausch ist ebenso möglich wie das Befüllen von Flaschen und Tanks an speziellen Stationen. Die größten Füllbetriebe in Belgien sind Belgian Shell und Totalfina in Brüssel, Primagaz in Tessenderlo, Semnickgas in Geraardsbergen, Gasbottling in Gent.

 

Dänemark

Die Gasversorgung bereitet in Dänemark im Allgemeinen keine Probleme. Deutsche 5- und 11-kg-Flaschen werden fast auf jedem Campingplatz, der auf deutsche Urlauber eingestellt ist, zum Umtausch angeboten.

Auch BP Gas verfügt über eine Anzahl deutscher Flaschen, die an einigen Stationen gegen leere getauscht werden können. Nähere Informationen dazu unter der Telefonnummer 0045 89 48 77 00.

 

Frankreich

In Frankreich werden nur die landesüblichen Gasflaschen getauscht oder wieder gefüllt, ausländische Flaschen dagegen nicht. Man kann auf vielen Campingplätzen oder auch an Tankstellen französische Flaschen, meist 13-kg-Flaschen, gegen eine Pfandgebühr von ca. 35,- € ausleihen. Mit einem Adapter aus dem Europa-Set (schon in Deutschland besorgen) kann man dann diese Flaschen an die Gasanlage im Caravan oder Wohnmobil anschließen. Goldfarben lackierte Flaschen sollen sogar ohne Adapter passen.

Wichtig: beim Ausleihen einer Flasche bekommt man eine Art Quittung (Bulletin de Consgnation), die man besonders gut aufbewaren sollte, denn ohne diese Quittung bekommt man den Pfandeinsatz nicht mehr zurück.

 

Griechenland

Tausch oder Füllstationen findet man meist nur in den größeren Städten: Athen, Thessalonik, Patras und Monemvassia.

Die Mitnahme des Europa-Füllsets wird empfohlen. ADAC-Mitglieder können sich aber auch im Bedarfsfall an die ADAC-Auslands-Notrufstation in Athen, Tel.: +4989222222 bzw. außerhalb der Öffnungszeiten an den griechischen Partnerclub ELPA Tel.: 104 wenden. Diese Stellen werden dann versuchen, eine geeignete Station zum nachfüllen oder tauschen zu finden. Auch die meisten Campingplätze können über Gasnachschub informieren. Griechische Flaschen sind im Normalfall kompatibel zu deutschen Reglern. Trotzdem wird auch hier die Mitnahme des Europa-Entnahme-Sets empfohlen.

An Gastankstellen wird gemäß Gesetz Nr. 3054 vom Jahr 2002 aus Sicherheitsgründen nur noch an gasbetriebene Fahrzeuge Gas abgegeben. Hier kann es also auch zu Schwierigkeiten kommen, wenn Wohnmobile ihren festen Gastank auffüllen wollen, bei denen der Gasvorrat ausschließlich für gasbetriebene Geräte, wie Heizung, Kühlschrank, Kocher, usw. benutzt wird.

 

Großbritannien/Irland/Schottland

In Großbritannien, Irland und Schottland werden deutsche Flaschen nicht mehr befüllt. Es ist aber möglich über zahlreiche Verkaufsstationen der Fa. Calorgar oder Flogas landesübliche Gasflaschen zu erwerben, die mit einem Adapter (auch z. B. bei Calorgas erhältlich) an deutsche Systeme angeschlossen werden können. Info und Händlerverzeichnis: www.calor.co.uk , www.flogas.co.uk . Die Flaschen können dann an vielen Tankstellen, Gartencentern oder auch bei speziellen Gas-Shops wieder getauscht werden.

 

Island

Nach derzeitigen Erkenntnissen werden in Island keine ausländischen Gasflaschen mehr getauscht oder befüllt. Früher war das mal möglich. Heute soll es nur noch die Möglichkeit geben an einigen "N1"-Tankstelllen (früher Esso) eine gelbe 9 kg- Gasflasche zu erwerben. Die gelben isländischen Flaschen passen mit einem Gummiring, der in den Regleranschluss gelegt wird, an deutsche Systeme.

Link: 9kg-Gasflasche

Beachten sollte man, dass Gas in Island mehr als 3mal so teuer wie in Deutschland ist.

 

Italien

Die Gasversorgung ist in Italien im Grunde unproblematisch. Man erhält Gas an speziellen Tausch- oder Abfüllstationen, eine Liste solcher Stationen gibt es allerdings nicht. Normalerweise wissen die einzelnen Campingplätze Adressen oder haben selber eine Tausch- oder Nachfüllstation. Landesübliche Flaschen werden nur verkauft in den Größen 0,5 kg, 2 kg, 3 kg, selten findet man auch 5-kg-Flaschen. 11-kg-Flaschen sind nicht üblich. Adapter sind fast immer nötig, sowohl zum Anschließen von italienischen Flaschen an deutsche Regler, als auch zum eventuellen Nachfüllen von deutschen Flaschen in Italien. Daher wird die Mitnahme des Europa-Füll- und Entnahme-Sets empfohlen. Die Abgabe von Flüssiggas an Gastankstellen für Campinfahrzeuge mit fest eigebautem Gastank, zur Verwendung zum Heizen, Kochen, etc. ist aus steuerlichen Gründen untersagt.

 

Kroatien

Flaschen, deren Prüfung nicht älter als fünf Jahre ist, werden in den Niederlassungen des Versorgers INA, zum Teil in Privatbetrieben und auch auf vielen Campingplätzen wieder befüllt. Die Mitnahme des Europa-Füllsets wird empfohlen, auch können entsprechende Adapter in den INA-Niederlassungen gekauft werden.

 

Marokko

Nach neuen Mitglieder Informationen ist das Befüllen von deutschen Flaschen schon seit einiger Zeit von der Regierung untersagt worden und somit nicht mehr möglich. Als Alternative bietet sich der Einsatz von landesüblichen Gasflaschen an. Die blauen Flaschen der Fa. Campinggaz sind auch erhältlich.

 

Niederlande

Nicht alle Campingplätze tauschen die deutschen Flaschen in deutsche Flaschen, sondern in holländische, die dann nur mit Adapter angeschlossen werden können und meistens nicht in eine deutsche Flasche zurück getauscht werden können. Die holländischen Flaschen werden in Deutschland nicht befüllt! Also möglichst darauf achten deutsche Flaschen in deutsche Flaschen zu tauschen.  

 

Österreich

In der Alpenrepublik werden die gleichen Flaschen wie in Deutschland verwendet, daher ist das Tauschen von leeren Gasflaschen gegen volle kein Problem.

 

Polen

Tausch und Füllung möglich. Die Flaschen entsprechen den deutschen.

 

Portugal

Nach einigen Rückmeldungen von ADAC-Mitgliedern soll sich die Beschaffung von Campinggas sehr schwierig gestalten. Nur selten können an Repsol- oder Cepsa- Tankstellen portugiesische Flaschen entliehen werden (Verfahren ähnlich wie in Spanien).

 

Schweiz

Deutsche Flaschen können nur in Ausnahmefällen über einen Adapter befüllt werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine schweizer Flasche mit Druckregler zu mieten. Informationen bei Shell Gas, Tel.: 0041 327 587 555.

 

Slowenien

Deutsche Gasflaschen und Tanks werden in Slowenien problemlos aufgefüllt, meist wird nicht mal ein Adapter benötigt. Gas erhalten Sie bei Plinarna Ljubljana, Plinarna Maribor, Internia DD Ljubljana in Kozina und OMV Istrabenz DOO in Koper. Auskunft auch bei Campingplätzen.

 

Spanien

Seit 06.03.1997 war es in Spanien per Gesetz nicht mehr erlaubt, an Gastankstellen Gas an Privatpersonen und somit auch an Touristen abzugeben. Nach Informationen unserer ADAC-Auslands-Notruf-Station (ANS) in Spanien ist das Verbot vom 06.03.1997 zur Abgabe von Flüssiggas (Propan/Butan) an Privatpersonen und somit auch an Touristen gelockert worden. Seit Mitte Juli 2003 dürfen festeingebaute Behälter (Gastanks) an Gastankstellen wieder befüllt werden. Allerdings dürfen immer noch keine bei uns gebräuchlichen 5- und 11- kg Gasflaschen befüllt werden. Hier treffen immer folgende Informationen zu:

Deutsche Touristen können mit einer Art Pfandvertrag an Repsol-Tankstellen 6-kg-Gasflaschen und an Cepsa-Tankstellen sogar 12,5-kg-Gasflaschen ausleihen. Die Flaschen können später an den Tankstellen gegen Erstattung des Pfandbetrags zurück gegeben werden.
Für Cepsa Tankstellen gibt es im Internet unter der Adresse http://www.cepsa.com ein Verzeichnis von Stati-onen, bei denen man die Pfandflaschen erhalten kann, Link:
http://www.cepsa.com/cepsa/Que_ofrecemos/Gas_Butano_y_propano/Botella_de_Butano_en_EE_SS/
Nun sind Sie gleich auf der richtigen Seite. Jetzt nur noch im Feld „Codigo Postal“ die Postleitzahl eingeben und nach Stationen mit Gasflaschen suchen.
Zum Anschluss der spanischen Gasflasche wird dann noch ein spanischer Regler (mit Schlauchtülle) und ein Schlauch mit einem Verbindungsstück links/rechts mit Stutzen benötigt. Das bekommt man im Eisenwarenhandel. Dann kann man die spanische Gasflasche, trotz des umlaufenden Randes,
ohne Probleme anschließen.

Besonders spezialisierte Firmen (z.B. Fa. Repsol) bieten den Kauf einer sogenannten "X-Police" an. Das heißt, der Gasanschluss der bestehenden Anlage wird so umgebaut/angepasst, dass spanische Butan-Gasflaschen angeschlossen werden können. Anschließend mietet man eine oder zwei spanische Gasflaschen, mit denen man nun die Gasversorgung im Wohnmobil oder Caravan wieder aufnehmen kann. Diese Flaschen können immer wieder befüllt werden. Die Nachfüllung der spanischen Flaschen soll sehr kostengünstig sein.

Unter der spanischen Telefonnummer 901 100 100 kann man bei der Fa. Repsol (angeblich spricht man auch deutsch, englisch und französisch) den nächstgelegenen Kundendienst erfragen, der einen Techniker schickt. Oder man informiert sich bei der Rezeption am Campingplatz. Es sind ungefähre Gesamtkosten von ca. 70,- € zu erwarten.
 

Unter folgender Rufnummer erreichen Sie die Repsol-Zentrale in Spanien:

Repsol Zentrale: Tel.: 0034-901 10 01 00
 

Repsol Barcelona: Tel.: 0034-934 36 46 79 und
Tel.: 0034-932 15 06 54
 

Cepsa Zentrale: Tel.: 0034-913 37 75 29

 

Tschechien

Flaschen und Tanks können wieder befüllt werden. Die größten Lieferanten sind Agip, Bohemia Gas, BP ÄŒR, ÄŒeskÑž Plyn, Krainpol, Primaplyn Flaga-Plyn.

 

Türkei

Verkauf von 2- und 12 kg-Flaschen bei der Fa. Ipragaz.
Ein Verzeichnis von Stationen finden Sie unter: http://www.ipragaz.com.tr/tupgaz-size-en-yakin-bayi .
Hier muss man noch die Stadt und den Bezirk eingeben. Dann bekommt man die verschiedenen Stationen angezeigt. Adapter sind erforderlich und können an den Stationen mit Schlauch für 20,- € gekauft werden. Es ist möglich zum Ende des Aufenthalts in der Türkei die Flaschen gegen Pfandrückgabe wieder ab zu geben.
Nach Mitgliederinformationen soll auch an mancher Autogastankstelle das Befüllen von Euroflaschen möglich sein.

 

Ungarn

Flaschen und Tanks können wieder befüllt werden. In Ungarn werden die in Deutschland üblichen grauen Flaschen mit dem gleichen Anschlussgewinde verwendet. Die größten Versorger im Land sind Primagaz, Totalgaz, Shellgas und Mol.

 

Norwegen

In Norwegen können über das Autugastankstellennetz "LPG Norge" (ca. 100 Stationen) auch die in Deutschland gebräuchlichen Gasflaschen wieder befüllt werden. Entsprechende Adapter sind vorhanden. Eine Pdf-Liste mit Stationen findet man im Internet unter www.lpgnorge.no zum Download.
 

Auch die Fa. AGA bietet den Touristen eine Lösung an:

Der Tourist kann bei einer der rund 800 Zweigstellen von AGA eine norwegische 11-kg-Flasche (ca. 1200,- NOK inkl. Propanfüllung) kaufen und einen Adapter (ca. 300.- NOK); neuerdings soll es auch möglich sein 5-kg-Flaschen zu erhalten. Am Ende der Reise nimmt jede Zweigstelle von AGA die Flasche zurück und erstattet dafür 400,- NOK. Voraussetzung für die Rückzahlung ist, dass der Tourist eine Propanflasche von AGA (grau) hat und eine weniger als 6 Monate alte Quittung vorweisen kann. Der Adapter wird nicht zurückgenommen und verbleibt im Eigentum des Touristen.
 

Eine Übersicht der Gashändler (auch für Schweden und Finnland) erhalten Sie bei AGA, www.aga.no , Fax: 0047 2202 7805 oder Statoil Marketing, Fax: 0047 2296 2210. Achtung: Der Tausch der Flaschen in Norwegen ist sehr teuer, ca. 35,- € (11kg Flasche).

 

Schweden und Finnland

Auch in diesen Ländern hat die Fa. AGA mehrere Händler-Stationen, bei denen man wie in Norwegen Gasflaschen leihen kann. Norwegische, schwedische und finnische Gasflaschen sollen kompatibel sein. Der Tausch einer norwegischen Flasche z. B. in Schweden ist somit kein Problem.
Für Schweden findet man unter dem Link: www.energigas.se/Energigaser/Gasol/Tankstationer  eine Liste von Tankstationen, die auch teilweise Campinggas (LPG) zum Nachfüllen oder in Flaschen anbieten. Es sind das die Stationen in Mönsteras, Norrköping, Växjö und Ahus.
In Finnland werden Gasflaschen auch selten von "NESTE" Tankstellen und ländlichen Einkaufsläden vertrieben.

 
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