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Campingfahrzeuge im Sonnenuntergang

Wichtige Verkehrsbestimmungen für Wohnwagengespanne

Zusatzaußenspiegel für Wohnwagengespanne

Für Gespannfahrer ist, besonders beim Überholen, die gute Sicht nach hinten sehr wichtig. Ist der Wohnwagen breiter als das Zugfahrzeug werden Zusatzaußenspiegel benötigt. Heute werden fast nur noch Zusatzaußenspiegel angeboten, die an den schon vorhandenen Fahrzeugaußenspiegel befestigt werden können. Teilweise bieten die Fahrzeughersteller selbst spezielle Zusatzaußenspiegel für ihre Modelle an.

"Kraftfahrzeuge müssen Spiegel haben, die so beschaffen sind, dass der Fahrzeugführer nach rückwärts und seitwärts – auch beim Mitführen von Anhängern – alle für ihn wesentlichen Verkehrsvorgänge beobachten kann."

Tipp: Bringen Sie die Außenspiegel am Pkw so an, dass Sie beim Geradesausfahren jeweils auf der linken und rechten Seite die rückwärtigen Kanten des Wohnwagens sehen.

Abreiß- oder Sicherungsseil bei Anhängern

In Deutschland müssen nur Anhänger mit Auflaufbremse zusätzlich mit einem Abreißseil gesichert werden.

In der Schweiz, Österreich und den Niederlande ist auch bei ungebremsten Anhängern eine zusätzliche Sicherungsverbindung vorgeschrieben, die ein Losreißen des Anhängers vom Zugfahrzeug verhindert.

Warntafel bei überstehender Ladung

In Italien und Spanien sind bei überstehender Ladung am Heck eines Wohnmobils oder Caravans Warntafeln anzubringen:

Warntafel Italien

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Warntafel für Italien Warntafel bei überstehender Ladung.

Warntafel Spanien

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Warntafel für Spanien bei überstehender Ladung und bei überlangen Gespannen.

Tempo 100 für Wohnwagengespanne

Seit dem Jahr 1998 hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, bestimmte Gespanne für Fahrten auf Autobahnen und Kraftfahrtstraßen mit 100 km/h zuzulassen.  Es handelte sich dabei um einen befristeten Modellversuch, der zunächst bis Ende 2003, dann bis Ende 2006 und schließlich bis Ende 2010 befristet war.  Durch die 5. Verordnung zur Änderung der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO vom 11.11.2010 ist die zeitliche Befristung nun endgültig aufgehoben. Dies bedeutet für die Praxis, dass eine bereits erteilte 100 km/h-Zulassung nun zeitlich unbefristet gilt.

Anforderungen zur Zulassung für Tempo 100

Wer sein Gespann für 100 km/h zulassen möchte, muss folgende
Anforderungen erfülle
n:

Die zulässige Gesamtmasse des Anhängers darf den x-fachen Wert der Leermasse des Zugfahrzeuges nicht übersteigen. Dabei gilt, dass:

  • für Anhänger ohne Bremse bzw. ohne hydraulische Schwingungsdämpfer der Faktor 0,3 gilt (§ 1 Nr. 1 a der Ausnahmeverordnung)
  • für Wohnanhänger mit starrem Aufbau und hydraulischen Schwingungsdämpfern der Faktor 0,8 (§ 1 Nr. 1 b der Ausnahmeverordnung)
  • für andere Anhänger mit hydraulischen Schwingungsdämpfern der Faktor 1,1 (Obergrenze ist der jeweils kleinere Wert der Bedingungen: Zulässige Gesamtmasse Anhänger • zulässige Gesamtmasse Zugfahrzeug bzw. zulässige Gesamtmasse Anhänger • zulässige Anhängelast, § 1 Nr. 1 c der Ausnahmeverordnung).

Bei Einhaltung enger Kriterien gibt es eine Anhebung des Faktors von 0,8 auf
1,0 (für Caravan-Gespanne)
bzw. von 1,1 auf 1,2 (für sonstige Gespanne), so dass bei gleicher Leermasse des Zugfahrzeuges dann schwerere Anhänger gezogen werden dürfen.

Voraussetzung für diese Erhöhung des Massefaktors ist:

  • dass der Anhänger entweder mit einer Zugkugelkupplung mit Stabilisierungseinrichtung für Zentralachsenanhänger oder mit einem anderen Bauteil oder einer selbstständigen technischen Einheit ausgestattet ist, wodurch der Betrieb einer Kombination bis 120 km/h im Vergleich zur Nichtausstattung verbessert wird

oder

  • dass das Zugfahrzeug mit einem speziellen fahrdynamischen Stabilitätssystem für den Anhängerbetrieb ausgestattet ist, eine Herstellerbestätigung über die Verbesserung im Anhängebetrieb vorliegt und dies in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist.

Das Vorliegen der Voraussetzungen nach § 1 Nr. 1 d wird seitens des Herstellers im Rahmen des Betriebserlaubnis-Verfahrens in die Fahrzeugpapiere eingetragen; nur bei einer Nachrüstung des Anhängers wird die Änderung durch einen Sachverständigen oder Prüfingenieurs bestätigt und in den Fahrzeugpapieren des Anhängers berichtigt.

Die zulässige Stützlast des Gespannes orientiert sich an der größtmöglichen Stützlast des Zugfahrzeuges oder des Anhängers. Dabei gilt als Obergrenze der kleinere Wert (§ 4 der Ausnahmeverordnung).

An der Rückseite des Anhängers ist die von der Straßenverkehrsbehörde ausgegebene und gesiegelte 100 km/h-Plakette anzubringen.

Die Reifen des Anhängers müssen zum Zeitpunkt der jeweiligen Fahrt gemäß DOTNummer jünger als 6 Jahre sein und mit der Geschwindigkeitskategorie L (= 120 km/h) gekennzeichnet sein. Andernfalls reduziert sich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf die für Gespanne allgemein geltende Höchstgrenze von 80 km/h.

Im öffentlichen Verkehrsraum

1.1 Parken und Abstellen von abgekoppelten Wohnwagen auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen

§ 12 Absatz 3 b Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) regelt:

"Mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug darf nicht länger als zwei Wochen geparkt werden". Außer auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.
Ferner gilt:

a. Die Parkfläche darf nicht durch Zusatzschild zu Zeichen 314 "Parkplätze" für bestimmte Fahrzeugarten wie z.B. Pkw oder Busse reserviert sein (siehe Zusatzschilder).

b. auf gemieteten Parkflächen richtet sich die Frage der Zulässigkeit nach den Bestimmungen des Mietvertrags.

c. auf markierten Parkflächen dürfen Wohnanhänger, die größer sind als die durch die Parkflächenmarkierung bezeichneten Räume, nicht abgestellt werden, denn die Parkflächenmarkierungslinien sind bußgeldbewehrte Vorschriftszeichen (vgl. laufende Nummer 74 in der Anlage 2 zur StVO),.

d. Soweit Parkflächenmarkierungen das Parken auf Gehwegen erlauben, gilt das nur für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 2,8 t (Erläuterungen zu Zeichen 315 in der Anlage 3 zur StVO).

1.2 Parken von angekoppelten Wohnwagen

Grundsätzlich erlaubt, soweit nicht durch Verkehrszeichen das Parken von Pkw mit Anhängern verboten ist. Sonstige Bestimmungen wie 1.1 a-c.

Auf Privatgrund

2.1 Auf angemietetem Parkplatz
Entscheidend ist der Mietvertrag. Zu beachten sind auch die Ausführungen zu 2.2

2.2 Auf eigenem bebauten Grundstück
Nach herrschender Meinung in der Rechtsprechung stellt die dauernde, die längere Zeit währende oder die regelmäßig wiederkehrende Aufstellung und Benutzung eines Wohnwagens auf dem gleichen Grundstück (z.B. als Wochenendhausersatz) eine "überwiegend ortsfeste Benutzung" im Sinne des Baurechts dar, so dass solche Wohnwagen als "bauliche Anlagen" der baubehördlichen Genehmigung bedürfen.
Soweit der Wohnwagen überwiegend ortsfest im Außenbereich aufgestellt werden soll, ist grundsätzlich eine Baugenehmigung erforderlich, da hier öffentliche Belange beeinträchtigt werden (vgl. § 35 Abs. 2 und Abs. 3 des Baugesetzbuches).
Innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile wird in der Regel eine Genehmigung erteilt, wenn das Abstellen des Wohnwagens nach der vorhandenen Bebauung und Erschließung unbedenklich ist (vgl. § 34 Baugesetzbuch).

Zu Wohnmobilen werden keine Aussagen gemacht, die obigen Ausführungen dürften aber sinngemäß auch auf diese Fahrzeuge zutreffen.

2.3 Auf eigenem unbebautem Grundstück
Wie 2.2.

2.4 Auf dem Hofgelände eines landwirtschaftlichen Anwesens
Wie 2.2.

Zusatzzeichen

Welcher Fahrzeugklasse ein Kfz angehört ist grundsätzlich aus den Fahrzeugpapieren zu entnehmen. In der ersten Zeile des Fahrzeugscheines sind beispielsweise zu finden "Pkw geschlossen", "Sonstiges Kfz Wohnmobil", "Lastkraftwagen" und ähnliches. Bei der Beurteilung der Berechtigung kommt es jedoch auf das äußere Erscheinungsbild an, das von der Art der Zulassung abweichen kann.

Innerhalb geschlossener Ortschaften

Bei haltenden Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t ist eine eigene Beleuchtung entbehrlich, wenn die Straßenbeleuchtung das Fahrzeug auf ausreichende Entfernung deutlich sichtbar macht (§ 17 IV S.2 StVO).

Ganz oder teilweise auf der Fahrbahn haltende Fahrzeuge (ausgenommen Pkw) mit einem zulässigen Gesamtgewicht (zGG) von mehr als 3,5 t sowie Anhänger und Züge müssen bei Dunkelheit entweder durch

1.1.
eigene Lichtquelle, wobei die Innenbeleuchtung nicht genügt, beleuchtet sein, oder

1.2.
zumindest mit Parkwarntafeln (nach § 17 IV 3 StVO) gekennzeichnet sein, die die seitliche Begrenzung des geparkten Fahrzeugs anzeigen. Davon ist auch das Schrägparken, Parken in Parkbuchten usw. nicht ausgenommen. Die Tafeln dürfen nur beim Parken sichtbar sein.
Je eine Tafel muss vorn und hinten auf der dem Verkehr zugewandten Seite des Fahrzeugs oder Anhängers angebracht sein, bei Zügen genügt die Anbringung der Tafel an der Vorderseite des Zugfahrzeugs und an der Rückseite des Anhängers.

Zulässig ist es auch, das Zugfahrzeug mit eigener Lichtquelle zu beleuchten und den Anhänger an dessen Rückseite mit einer Tafel zu versehen, es sei denn, die seitliche Begrenzung des Anhängers ragt mehr als 400 mm über die Begrenzungsleuchten des vorderen Fahrzeugs hinaus.

Die Parkwarntafeln müssen zum benutzbaren Teil der Fahrbahn hin mit dem Umriss des Fahrzeugs, Zugs oder der Ladung abschließen. Abweichungen bis zu 100 mm nach innen sind zulässig.

Die Tafeln müssen möglichst niedrig und nicht höher als 1000 mm (höchster Punkt der leuchtenden Fläche) über Fahrbahn befestigt sein. Rückstrahler und amtliche Kennzeichen dürfen durch die Tafeln nicht verdeckt werden.

Die wirksamen Teile der Tafel (ein Quadrat mit 423 mm bzw. 282 mm Seitenlänge und 100 mm breiten, unter 45 Grad nach außen und unten verlaufenden, roten und weißen Streifen) dürfen nur bei parkenden Fahrzeugen sichtbar sein. Sind die Tafeln ständig angebracht, so müssen sie derart ausgestaltet werden, dass sie nur beim haltenden Fahrzeug sichtbar sind, wie das z. B. bei Klapptafeln der Fall ist.

Parkwarntafeln, die ab 01.01.1986 erstmals in den Verkehr kommen, müssen bauartgenehmigt und mit Prüfzeichen versehen sein. An Fahrzeugen, die ab 01.01.1990 erstmals in den Verkehr kommen, dürfen nur bauartgenehmigte Tafeln verwendet werden.

Außerhalb geschlossener Ortschaften

2.1.
Haltende Fahrzeuge sind bei Dunkelheit mit eigener Lichtquelle zu beleuchten. Hierzu genügt, abgesehen von den Fällen der Sicherung eines liegengebliebenen Fahrzeugs (nach § 15 StVO), grundsätzlich die Einschaltung des Standlichts.

Auch auf einem durchgehenden Autobahnparkplatz abgestellte Fahrzeuge müssen mit eigener Lichtquelle beleuchtet sein. Auf anderen Parkplätzen geparkte Fahrzeuge aller Art dürfen unbeleuchtet sein, zumindest auf den Flächen, auf denen kein fließender Verkehr stattfindet.

2.2. Parkwarntafeln sind außerorts nicht ausreichend.

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